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  1. 12.01.12
    Brennende Fragen zum Ampera

    ADAC Motorwelt Chefredakteur Michael Ramstetter schreibt über den neuen Opel Ampera. In diesem Blog...


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Reisen mit Kindern und Haustieren

Reisen mit Kindern und Haustieren

Urlaub und Reisen sind eine der Lieblingsbeschäftigungen in Deutschland. Längst gibt es zum traditionellen Sommerurlaub Kurzurlaube, entweder zum Surfen oder für eine zünftige Wanderung. Arbeitsfreie Tage werden durch einschieben von Überstunden zum verlängerten Wochenende, und hier lohnt es sich ebenfalls einen Kurzurlaub einzuplanen.

Eine Personengruppe ist bei der Reiseplanung mehr oder weniger gehandicapt. Es handelt sich um Familien mit Babys oder kleinen Kindern. In diesem Zusammenhang muss man aber auch an die Besitzer von Haustieren denken, die ebenfalls umfangreiche zusätzliche Vorbereitungen treffen müssen, wenn es auf große Fahrt geht. Übersieht man dies, kommt es allzu schnell zu ungewollten Reiseunterbrechungen oder gar zu Bußgeldern, wenn ein Tier ohne Impfpass ins Ausland mitgenommen wird.

Reiseplanung und Vorbereitung

Am Anfang jeder Reise steht eine mehr oder weniger große Planung, die sich bei Kurzreisen ins bekannte Ausland in Grenzen hält. Wer aber Neuland betritt, sollte sich zunächst einmal Landkartenmaterial besorgen, um die Reiseroute festzulegen. Von vornherein sollte man an kurze Etappen denken und die Pausen dort einplanen, wo es mehr oder weniger große "Attraktionen" gibt. Hier kann für Kinder im Spielalter schon ein Spielplatz an der Autobahn-Raststätte vollkommen ausreichend sein. Haustiere sind in diesem Fall weniger anspruchsvoll - könnte man annehmen. Tiere leiden aber meist im stillen, und auch hier sollte man an größere Pausen mit ausreichendem Auslauf denke. Dies gilt besonders für Hunde.

Reiseplanung

Liegen Reiseziel und Fahrtroute fest und hat man die Informationsunterlagen erhalten, sollte man prüfen, ob für Kinder besondere Passinformationen zu erledigen sind. Bestimmte Länder fordern Kinderausweise nicht nur pro forma, sondern dieses amtliche Papier wird auch an der Grenze kontrolliert. Deshalb nicht nur den eigenen Reisepass oder Personalausweis auf Gültigkeit prüfen, sondern auch die Kinderpapiere ergänzen oder ausstellen lassen. Zum Abschluss der Reiseplanung denkt man auch an Impfpapiere für Hunde und Katzen. Zwar geht es gerade an den Grenzen von EU-Nachbarländern recht großzügig zu, Reisevorschriften für Tiere werden im Falle eines Falls sehr ernst genommen. Die Quarantänebestimmungen sind unerbittlich, wenn ein Hund durch Zufall entdeckt wird, für den es dann keine Impfbestätigung eines Amtsarztes gibt.

Nach der Reiseplanung beginnen die konkreten Vorbereitungen. An erster Stelle stehen meist Sitz- und Platzprobleme bei Kindern. Seit der letzten Urlaubsreise ist das Kind natürlich gewachsen, und man sollte sich vergewissern, ob der Platz im eigenen Auto noch genügend Raum anbietet. Passt der Kindersitz wirklich noch für die Körpergröße oder ist bereits ein neuer Sitz fällig, den es jeweils in verschiedenen Ausbau- und Ausrüstungsstufen gibt? Da Babys bis neun Monate nur liegend - wenn überhaupt - transportiert werden dürfen, ist automatisch eine Quermontage der Kinderwagenwanne notwendig. Wenn schon zwei Kinder vorhanden sind, dann wird es im Heck des normalen Pkw sehr eng. In diesem Fall sollte man kurz über lang daran denken, entweder eine Großraumlimousine mit einer dritten Sitzbank oder gar einen Kleinbus anzuschaffen.

Spielzeug für die Reise

Ist das Platzproblem gelöst, dann wird geklärt, welches Lieblingsspielzeug unbedingt mit auf die Reise muss. Dabei sollte man hartes Spielzeug, z.B. größere Plastikautos oder Gegenstände mit scharfen Spitzen oder Kanten, nicht im Innenraum, sondern im Kofferraum mitnehmen, damit es bei Unfällen nicht zu Folgeverletzungen kommt. Zulässig im Griffbereich sind weiche Knautschtiere, kleinere Autos und für größere Kinder auch geeignete Spiele, die Ablenkung schaffen können.

Nachdem sich ausreichend Spielzeug an Bord befindet, wird noch das Verpflegungsproblem gelöst. Je nach Alter des Kindes gibt es verschiedene vorbereitete Trinkflaschen, aber auch Obst. Über die in letzter Zeit stark bei Kindern in Mode gekommenen Nuss- und Schokoladenriegel mögen Ernährungswissenschaftler unterschiedlicher Meinung sein. Diese müssen aber ins Auto, wenn sie zur gewohnten Ernährung gehören.

Babys an Bord

Unterwegs mit Kleinkindern

Für Babys sind natürlich jeweils zusätzliche Vorbereitungen notwendig. Hier muss na die gewohnte Babynahrung in erforderlicher Menge gedacht werden, die es wahrscheinlich am Urlaubsort nicht gibt. Auch Körperpflege- und Reinigungsmittel, deren Wirkung man kennt, gehen mit auf Reise.

Pausen zum Pflegen und Wickeln legt man sinnvollerweise an solchen Raststätten ein, bei denen es einen gepflegten Wickelraum gibt. Zur Aufbereitung und zum Aufwärmen der Kindernahrung gibt es Kocher, die auch für ein Autoeinsatz geeignet sind. Hier wird man bereits eine halbe Stunde vor der Pause das Vorwärmgerät ans Bordnetz anschließen. Natürlich kann man die Nahrung auch an der Raststätte im Babyraum vorbereiten, solange das Kind gewickelt wird.

Während der Fahrt

Es gibt kein Elternteil, das wenige Minuten nach Fahrtantritt nicht schon einmal die Frage gehört hat: Wann sind wir endlich da? Kinder im bestimmten Alter fehlen noch jedes Raum- und Zeitgefühl. Deshalb gilt es Abhilfe zu schaffen. Manche Kinder sind absolut pflegeleicht, weil sie nach dem Motorstart durch das sonore Geräusch und die Nickbewegungen des Autos so ermüden, dass sie einschlafen. Aber einmal ausgeschlafen, kommt dann keine Ruhe mehr ins Fahrzeug. Dies gilt besonders für Kinder im Fragealter. Hier muss der Ehepartner an die Front. Mit Hilfe von Autogerechten Spielen, Ratespielen oder auch durch eigenen Einsatz kann man die Fahrzeit kurzweiliger gestalten. Viele Eltern schwören auf einen CD- oder MP3-Player. Die Kinder können so ihre eignen Hörspiel-CDs oder Musik hören, sind also abgelenkt und können den Fahrer dadurch kaum stören.

Tiere im Auto

Der Begriff "Haustiere" ist nicht näher definiert, und es gibt Menschen, die sich eine Schlange oder einen Affen als Haustier halten. Allgemein üblich sind Hunde, Katzen, Vögel und vielleicht noch Schildkröten, die dann eventuell auch mit auf die Reise gehen. Über die Probleme von Quarantänebestimmungen und Impfpässen informieren Merkblätter der Automobilclubs oder der Generalkonsulate.

Reisen mit Haustieren

Hunde in ihren unterschiedlichen Körpergrößen und Gewohnheiten sind stets mehr oder weniger auf eine Person ausgerichtet. Dieser Hund wird es nie und nimmer lange auf dem Rücksitz aushalten, sondern er will zu seinem "Herrchen". Dies führt dann im Extremfalle zu einem Liegeplatz auf dem Fahrerschoß. Andere Hunde machen es sich im Fußraum und hier im Bereich der Pedale bequem. Das mag im Sinne des Hundes und der Tierliebe verständlich sein, jedoch liegt die Priorität in der Verkehrssicherheit.

Hunde gehören, wenn überhaupt, auf die Rücksitze. Der Raum zwischen den Passagieren und dem Tier sollte durch ein Hundesicherheitsnetz getrennt sein. Auch Hunde werden bei einem Auffahrunfall zur Gefahr. Dies gilt für die vorn sitzenden Personen genauso wie für das Tier. Wer sein Auto nicht mit einem Trennnetz verunstalten will, sollte an die Möglichkeit eines speziellen Sicherheitsgurtes denken. Zwar wird sich das Tier nicht gerade über den Gurt freuen und nicht immer die Idealposition einnehmen, die das Tier dann auch schützen würde.

Noch vorteilhafter als die beschriebenen Transportarten wäre eine Unterbringung im Heck eines Kombis oder Kleinbusses. Hier stört dann das Trennnetz weit weniger, und das Tier akzeptiert sein Schicksal und macht es sich nach einigen Minuten der Gewöhnung im Heckraum bequem. Dass das eigene Körbchen oder die eigene Decke mit dem gewohnten Geruch unbedingt mit auf die Reise gehen sollte, muss Hundekennern und -liebhabern nicht erklärt werden.

Bei Katzen ist die Art der Unterbringung wesentlich unproblematischer, denn die Tiere sind kleiner. Besonders sicher sind versperrbare Katzentransportkisten oder -körbe, die man durch Gewebebänder oder Gummistrapse so fixiert, dass sie nicht nach vorn fliegen können. Nicht sinnvoll ist es, die Katze im Innenraum sich selbst zu überlassen, weil Tiere plötzlich zum Herumstreunen neigen können. So mancher Fahrer erschrickt über das plötzliche auftauchende Tier.

Auch bei Vögeln ist der Transport kein Problem. Man beschafft sich einen geeigneten Transportkäfig, notfalls leiht man ihn in einer Tierhandlung aus.